Anschlussfinanzierung

Ein normaler Kredit ist in der Regel immer mit einer Zinsbindung über einen festgelegten Zeitraum verbunden. Wenn man nach Ablauf dieser Frist nicht genug Kapital hat, um den aufgenommenen Kredit vollständig abzubezahlen, muss man eine Anschlussfinanzierung planen. Durch eine Anschlussfinanzierung kann man mit dem jeweiligen Geldinstitut einen neuen Zinssatz aushandeln oder aber auch die Bank wechseln. Am besten holt man sich schon mindestens drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung verschiedene Konditionsangebote für eine Anschlussfinanzierung ein, denn die meisten Hausbanken setzen auf die Trägheit ihrer Kunden und unterbreiten aufgrund dessen die entsprechend teureren Angebote für eine Anschlussfinanzierung. Wenn man frühzeitig Angebote einholt, vermeidet man in Zeitdruck zu geraten und vorschnelle Entscheidungen zu treffen, denn unter Druck kann man schnell falsche Entscheidungen treffen und viel Geld verlieren. Es sieht zwar nach wenig aus, wenn man von 0,50 Prozent Konditionsunterschied spricht, aber ein durchschnittlicher Anschlusskredit verteuert sich dadurch jedoch schon um 5.000 bis 10.000 Euro.

Eine praktische Möglichkeit eine Anschlussfinanzierung zu planen, ist das so genannte Forward Darlehen. Durch ein solches Darlehen kann man sich schon weit im Vorfeld einen genauen Zinssatz sichern, den man dann für einen Kredit in der Zukunft in Anspruch nehmen möchte. Im Zusammenhang mit der Anschlussfinanzierung spielt auch die Abschlusshäufigkeit eine Rolle.